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Glück ist Gesundheitssache

Der alte Spruch „Gesundheit ist Glückssache“ erweist sich als doppelbödiger als vermutet. Natürlich hat es auch mit Glück zu tun, gesund zu sein und es auch zu bleiben. Allerdings haben Forscher jetzt herausgefunden, dass sich Glücklichsein direkt auf die Gesundheit auswirkt.

Problemfaktor Rücken

Das beste Beispiel ist das Thema „Rückengesundheit“: Menschen, die einen Großteil ihres Tages im Sitzen – den Tag auf einem Bürostuhl, den Abend erst im Auto und dann auf der Couch – verbringen, werden irgendwann zwangsläufig Rückenprobleme bekommen. Vorausgesetzt natürlich, sie sorgen nicht für ein ausgewogenes Kontrastprogramm aus Sport, Pausen und Entspannungsübungen. Mediziner und Gesundheitskassen haben das schon lange erkannt, bieten entsprechende Rückenschulen an und investieren in die Prophylaxe, um Folgeschäden für die Versicherten und natürlich Folgekosten für das Gesundheitssystem gering zu halten. Ein Punkt kommt dabei immer wieder zur Sprache: Rückengesundheit ist auch eine Frage der psychischen Verfassung. Ein Viertel der Bevölkerung hat im Laufe seines Lebens mit Rückenschmerzen zu tun – und nicht immer stecken nur körperliche Ursachen dahinter.

Gerade chronische Rückenbeschwerden haben oft psychosomatische Hintergründe. Das bedeutet nicht, dass sich der Patient seine Schmerzen einbilden würde. Ganz im Gegenteil: Die sind meist sehr real, nur sind ihre Ursachen in vielen Fällen eher in Mobbing, Stress oder unverarbeiteten Schicksalsschlägen zu suchen als in einem falschen Schreibtisch-Stuhl, mangelhafter Bewegung oder Erkrankungen des Skeletts. Man ahnt es: Die Psyche hat Einfluss auf die Gesundheit. Nun haben Wissenschaftler herausgefunden, dass die Psyche nicht nur Einfluss auf den Rücken, sondern auch auf die gesamte Gesundheit hat. Kurz ausgedrückt: Körperliche Gesundheit ist auch eine Frage des seelischen Gleichgewichts.

Die Ergebnisse der aktuellen Studien lauten zusammengefasst: Die Seelengesundheit beeinflusst maßgeblich, wie anfällig jemand zum Beispiel für Rückenleiden, Durchblutungsstörungen oder Viruserkrankungen ist. Konkret schlagen Trübsal und Stress direkt aufs Herz, Pessimismus geht auf den Blutdruck. So haben Probanden, die eher optimistisch und mit einer zufriedenen Grundeinstellung durchs Leben gehen, weniger Probleme mit hohem Blutdruck und kommen sogar besser mit Infekt-Erkrankungen klar. Sogar Viren haben es schwieriger mit sonnigen Gemütern. Am deutlichsten zeigt das Ergebnis einer Studie mit Frauen das Wirken der seelischen Grundstimmung auf die Gesundheit: Wer zynisch und feindselig durchs Leben geht, stirbt früher als jemand, der grundsätzlich zufrieden ist. Wie stark psychischer Stress aufs Herz geht, zeigt eine andere Studie: Bei Herzinfarkt-Patienten vermuten Forscher in vier von fünf Fällen psychische Einflüsse auf die Ursachen.

Die Suche nach dem Glück

Das wirft natürlich eine ganze Reihe von Fragen auf. Die wichtigste lautet: Was ist Glück? Der Duden, Standardwerk für die deutsche Rechtschreibung, weist Glück als „etwas, was Ergebnis des Zusammentreffens besonders günstiger Umstände ist“, wahlweise auch als „günstige Fügung des Schicksals“ oder als „angenehme und freudige Gemütsverfassung, in der man sich befindet“ aus.

Die für diesen Fall passende Definition ist wohl die, die Glück als angenehme und freudige Gemütsverfassung beschreibt. Denn laut Expertenmeinung tut das kurze Glück, die Euphorie, weniger Gutes für die Gesundheit. Es ist vielmehr eine grundsätzliche Zufriedenheit, eine wohlgestimmte Lebenseinstellung und ein positiver, beziehungsweise konstruktiver Umgang mit Problemen und Hindernissen, der vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen schützt. Experten sprechen in diesem Zusammenhang von einem „seelischen Immunsystem“, das sich bereits im frühen Kindesalter bildet.

Konkret entwickeln Menschen, die als Babys und Kinder liebevoll umsorgt werden und keine Gewalt erleiden müssen, mehr Widerstandsfähigkeit gegen Stress und Schicksalsschläge. Sie gehen besser mit Belastungen um, sind weniger schnell psychisch angegriffen und bauen körperliche Folgen von seelischer Beanspruchung auch schneller ab als Menschen, die als Kinder vernachlässigt wurden oder Unsicherheit beziehungsweise körperlicher Gewalt ausgesetzt waren. Zwischen dem fünften und zehnten Lebensjahr bildet sich dann eine Art Glücksniveau, das für die weitere Zukunft weitgehend gleich bleibt. Von Ausschlägen nach oben und unten abgesehen, pendelt sich der Mensch immer wieder auf den Grundzustand ein, den er sich in jungen Jahren erworben hat. Was nicht heißen soll, dass man ihn bei Bedarf nicht verändern könnte. Wer sich Mühe gibt, kann sein Zufriedenheits-Level durch gezielte Übungen anheben.

Wege zum Glück

Sicherlich ist es einfach, sich etwa mit einem Eis, dem gelegentlichen Kinobesuch oder einem Kurzurlaub zu belohnen, um den Glücksgefühlen kurzfristig auf die Sprünge zu helfen. Dass auch Schokolade momentan glücklich macht, ist eine erwiesene Tatsache; ebenso lassen Sex und regelmäßiger Sport Glückshormone frei werden. Sogar scharfen Chili-Schoten, Ginseng oder Vanillearoma wird nachgesagt, dass sie Endorphine, also Glückshormone freisetzen. Nun schadet es bestimmt nicht, sich regelmäßig ein kleines Stück vom Glück zu gönnen. Wer aber grundsätzlich mit einer missmutigen oder sogar zynischen Grundhaltung durchs Leben geht, wird nach dem kleinen Gefühlshoch wieder zurückfallen auf sein voriges Zufriedenheits-Level.

Was lässt sich also unternehmen, damit sich langfristig Glück – und somit eine bessere Chance auf Gesundheit – einstellt? Nachdem vieles Ansichtssache ist, also auch die eigene Lebenssituation, hilft es, vielleicht ab und zu einen anderen Blickwinkel auf alltägliche Missgeschicke einzunehmen. Wer dazu neigt, in solch’ einem Moment das übliche „Wieso muss das immer nur mir passieren?“-Lied anzustimmen, dem sei ganz ohne moralischen Zeigefinger gesagt: Erstens ist das Blödsinn, das Schicksal schlägt jederzeit und überall zu. Zweitens gibt es einen zugegebenermaßen blöden Spruch: „Schlimmer geht immer“. Und an dem ist aller Dümmlichkeit zum Trotz etwas dran.

So ärgerlich zum Beispiel ein platter Fahrradreifen morgens in der Garage sein mag; erstens kann das jedem Fahrradfahrer auf dem Planeten so gehen. Zweitens hätte der Schlauch auch auf dem Weg zur Arbeit platzen können, einen Sturz zur Folge haben und ernsthafte Verletzungen nach sich ziehen können. Wen juckt da noch, dass er mal die verstopfte Trambahn nehmen oder zu Fuß gehen muss? Wen juckt es da noch, dass er ein wenig später in die Arbeit kommt? Passionierte Glückssucher versuchen sogar, der Situation nicht nur etwas Gutes abzugewinnen, sondern hinzuzufügen. Das Fahrrad bleibt stehen – aber die Sonne scheint und so lässt sich der Weg zur Arbeit mit einem Schlenker durch den Park oder einem schnellen Espresso im kleinen Café am Eck verbinden. Wer ohnehin zu spät zur Arbeit kommt, kann das auch gut gelaunt tun.

Drama hilft bei der Alltagsbewältigung grundsätzlich eher wenig. Und es mag manchmal Arbeit sein und auch etwas Zeit kosten. Aber die Arbeit am eigenen Glück ist mit Sicherheit eine lohnende. Mit ganz kleinen Übungen lassen sich Dinge wertfreier betrachten: Wer einen Tag lang grundsätzlich jedes Ereignis von zwei Seiten her beleuchtet, wird sehen, wie vielfältig sich plötzlich Lösungsansätze präsentieren. Zusätzlich kann es nicht schaden, sein Umfeld unter die Lupe zu nehmen: Bin ich von Menschen umgeben, die mir gut tun?

Lebenspartner, Freunde, das soziale Netzwerk und nicht zuletzt die eigene Familie bergen genug Sprengstoff, der sich Stück für Stück ansammeln und urplötzlich hochgehen kann. Ein „Stopp, bis hierhin und nicht weiter!“ schadet nicht und tut Freundschaften oder Beziehungen – so im richtigen Ton ausgesprochen und mit den geeigneten Argumenten untermauert – gut. Denn der Umkehrschluss ist wissenschaftlich erwiesen: Nicht funktionierende oder einseitige Beziehungen schaden der Gesundheit. Ein funktionierendes soziales Umfeld ist also auch ein wesentlicher Bestandteil eines grundsätzlichen Glücksempfindens.

Bewusster leben und das Bewusstsein stärken

Dass Bio-Märkte, Slow-Food und körperliche Entspannungslehren wie Yoga hoch im Kurs stehen, zeigt auch das wesentliche Bedürfnis einer schnelllebigen Zeit: Entschleunigung. Wo der Tag mit einem Blick aufs Smartphone beginnt, das die anstehenden Termine präsentiert, und das Frühstück ein schneller Coffee-to-go auf dem Weg ins Büro sein muss, da ist es kein Wunder, dass der Gegentrend nur eine Frage der Zeit war. Zum Ausdruck kommt das Bedürfnis, Dinge bewusst wahrzunehmen und nicht nebenbei erledigen zu müssen. Abgesehen davon, dass bewusste Beschäftigung mit einem Thema auch um ein vielfaches effizienter ist als fehlerbehaftetes Nebenbei-Gehudel, schaffen kleine Momente des bewussten Genusses eine wesentliche Steigerung der Lebensqualität. Der bewusste Moment mit einem echten Cappuccino im Café, das genießerische Schnuppern des Kaffeedufts und die ehrliche Freude über den kleinen Schokokeks dazu verschafft mehr Lebensglück als die schnelle Koffeinbombe aus dem Automaten bei der Nebenbei-Pause am Schreibtisch. Das selbe gilt für ein bewusst genossenes Schaumbad anstelle einer zweckmäßigen Dusche oder dem Restaurant-Besuch beim Thailänder anstatt des schnellen Take-Aways vom Verkaufsfenster.

Natürlich kosten diese kleinen Glücksinseln im Alltag ein bisschen mehr Zeit. Aber was sind ein paar Minuten gesparter Zeit schon wert im Verhältnis zu mehr Lebensglück und Gesundheit?

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