Bürostuhl quietscht - Warum und was man dagegen tun kann

Wenn der Bürostuhl quietscht, kann das störende Geräusch zur nervlichen Zerreißprobe werden. Doch es gibt Abhilfe! Finden Sie heraus, warum der Drehstuhl knarrt oder quietscht und vermeiden Sie mit einfachen Handgriffen einen oft unnötigen Neukauf.

Warum quietscht der Schreibtischstuhl?

mehr bewegen  im Büro

Anfangs ist es oft nur ein leises Geräusch, doch nach und nach wird es lauter und regelrecht nervtötend: Der Bürostuhl quietscht! Damit wird jede Bewegung im Stuhl, jedes Aufstehen und Hinsetzen zur Nervenprobe, denn wenn das Geräusch erst einmal angefangen hat, zu stören, wird es immer präsenter. Es ist daher an der Zeit, der Sache auf den Grund zu gehen und herauszufinden, warum der Schreibtischstuhl quietscht.

Meist liegt die Ursache darin, dass bewegliche Bauteile aufeinander reiben, was meist seinen Grund in zu wenig Schmiermittel hat. Die gesamte Mechanik des Stuhls ist durch die Benutzung desselben hohen Belastungen ausgesetzt, was zur Lockerung einzelner Bauteile sowie zum Verschleiß führt. Außerdem kann sich zum Beispiel in den Rollen und an den Rollengelenken Schmutz sammeln, der zu einer verstärkten Reibung, zum Abrieb und damit zum Quietschen und Knarren führen kann.

Bei einem Holzstuhl kann es sein, dass sich das Holz aufgrund von Schwankungen der Luftfeuchtigkeit verzieht. Der Bürostuhl knarrt, wenn zwei Holzflächen aufeinander reiben.

An welcher Stelle wird das Geräusch erzeugt?

Der Bürostuhl quietscht beim Zurücklehnen, beim Hinsetzen oder generell bei jeder Bewegung? Ein lauter Bürostuhl sollte genauestens in Augenschein genommen werden, denn meist sind wenige Handgriffe zum Beheben des Problems ausreichend. Meist kommt das Geräusch von einer dieser Stellen:

  • Verschraubungen
  • Rollen
  • Polster
  • bewegliche Teile
  • Gasdruckfeder

Wenn der Bürostuhl quietscht, wenn Sie sich zurücklehnen, kommt das meist nicht direkt von der Lehne, sondern von der darunter liegenden Mechanik. Sie unterliegt einem gewissen Verschleiß, der sich in einem quietschenden Geräusch äußert. Knarzende Rollen oder generell Geräusche unter diesen sind ebenso möglich wie eine verschlissene Gasdruckfeder, wobei Letztere besser ausgetauscht wird. Diese lässt sich nicht reparieren.

Was lässt sich gegen das Quietschen unternehmen?

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In erster Linie helfen Schmiermittel wie WD-40 oder Teflonöl, das auf mechanisch beanspruchte Stellen gebracht wird. Muss dafür der Stuhl umgedreht werden, bitte eine Unterlage verwenden, um den Boden vor Verunreinigungen zu schützen. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass kein Öl auf die Sitzfläche tropfen oder laufen kann!

Etwas Schmiermittel auf dem Liftelement der Gasdruckfeder kann helfen, das Quietschen zu verringern, meist muss die Feder aber ausgetauscht werden.

Sind die Rollen des Stuhls verschlissen, müssen diese ausgetauscht werden. Tipp: Bitte alle Rollen austauschen, damit sie in ihrer Abnutzung nicht unterschiedlich sind. Wenn der Bürostuhl Töne von sich gibt, weil der Boden uneben ist, helfen spezielle Bürostuhlunterlagen. Diese schonen auch den Fußboden sowie das Gehör der Büronutzer unter Ihnen!

Wenn der Bürostuhl quietscht, weil die Befestigungen der Sitzfläche am Untergestell nicht richtig fest sind, müssen diese nachgezogen werden. Außerdem können kleine Unterlegscheiben aus Leder helfen, eine Art Dämmung zu erreichen.

Quietscht und knarrt der Holzstuhl im Büro, so ist das Beheben des Problems ein wenig aufwendiger. Zuerst müssen Stuhlbeine von der Sitzunterseite getrennt werden, danach werden die Steckverbindungen von Leimresten befreit. Nun wird neuer Leim auf die Steckverbindung aufgetragen, wobei Holzkleber zu verwenden ist. Das Stuhlbein wird in die Verbindung gedrückt, überschüssigen Leim sollten Sie mit einem feuchten Tuch entfernen. Nach dem Hinstellen sollte der Stuhl belastet werden, damit die Stuhlbeine wirklich fest werden. Spannzwingen können ebenfalls hilfreich sein und fixieren die Stuhlbeine an der Sitzunterseite für mindestens einen Tag.

Ruhe im Büro: Durch quietschende Stühle beeinträchtigt

Anfangs ist es nur ein kleines Geräusch, das kaum wahrgenommen wird. Doch schon bald kann es nervtötend sein, wenn ein Schreibtischstuhl knarrt! Er beeinträchtigt in jedem Fall die Akustik im Büro, sodass das Problem umgehend behoben werden sollte. Zumal das Quietschen nie allein verschwindet, sondern sich nach und nach verstärkt. Es stört die Konzentration und lässt sämtliche Büromitarbeiter unproduktiver werden. Wer sich größtmögliche Effizienz am Arbeitsplatz wünscht, sollte daher auch auf die Geräusche der Büromöbel achten!

Wie kann ich einen quietschenden Bürostuhl beim Kauf vermeiden?

Der Schreibtisch wird oft sehr gezielt ausgewählt, es spielen Ergonomie und Design eine Rolle. Doch der Schreibtischstuhl wird meist nur danach ausgewählt, ob er eine verstellbare Rückenlehne hat, rollen kann und farblich ins Büro passt. Doch spätestens, wenn der Drehstuhl quietscht, wird ein unüberlegter Kauf meist bereut! Es ist daher beim Büromöbel Kaufen ungemein wichtig, im Fachhandel zu kaufen und hier auf hohe Qualität zu setzen. Probieren Sie den Stuhl vor dem Kauf aus, achten Sie auf Prüfsiegel und die Bewertungen anderer Käufer. Achten Sie auch darauf, dass eine Gebrauchsanleitung mit Wartungsanweisungen mitgeliefert wird. Hieraus lassen sich regelmäßig nötige Wartungen erlesen, die dem Problem, dass der Bürostuhl quietscht, entgegenwirken können. Auch bei Schreibtischstühlen gilt: Wer billig kauft, kauft doppelt! Entscheiden Sie sich besser für mittel- bis höherpreisige Produkte namhafter Hersteller, wenn Sie das Büro einrichten und verzichten Sie auf Billigprodukte, bei denen die Wahrscheinlichkeit eines baldigen Verschleißes mit damit verbundenen Quietschgeräuschen hoch ist.

Fazit: Der Bürostuhl quietscht? Das muss nicht sein!

Kaufen Sie nur hochwertige Produkte und testen Sie diese. Folgen Sie den Anweisungen der Gebrauchsanleitung in Puncto Zusammenbau und Wartung, sodass ein Quietschen gut vermieden werden kann. Sollte es dennoch auftreten, versuchen Sie die Ursache zu finden und zu beheben: Ein gutes Schmiermittel sowie das Festziehen von Schraubverbindungen ist in den meisten Fällen ausreichend.