IBA Umfrage: Faktoren zum Wohlbefinden am Arbeitsplatz

Kürzlich veröffentliche der „Industrieverband Büro und Arbeitswelt - iba“ ((www.iba.online)) eine Studie zum Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Ziel der Studie war es, die verschiedenen Aspekte der täglichen Büroarbeit zu beleuchten und dabei die Beschäftigten in den Mittelpunkt zu stellen. Zentrale Fragen wie „In welchem Umfeld fühlen Sie sich wohl?“ oder „Welche Arbeitsumgebung hilft Ihnen produktiver zu sein?“ geben Aufschluss darüber, wie die Arbeitsräume attraktiver gestaltet werdn können um die Zufriedenheit der Mitarbeiter maßgeblich zu steigern.
Im Rahmen der Untersuchung wurden 1.013 nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählte abhängig Beschäftige, die in einem Büro arbeiten, befragt.

Die Studie aus dem Jahr 2017 basiert auf einer Befragung die durch die forsa-Gesellschaft in Deutschland durchgeführt wurde. Befragt wurden im Rahmen der Untersuchung 1.013 nach einem Zufallsverfahren ausgewählte Beschäftige, die in einem Büro arbeiten.

Das Ergebnis der Studie ist daher wenig überraschend. 78% der Beschäftigten sind mit Ihrem Arbeitsumfeld bzw. der Einrichtung ihres Arbeitsplatzes zufrieden. Besonders interessant für Buerostuhl24.com ist dabei die Tatsache, dass ein „bequemer Bürostuhl“ an erster Stelle genannt wird. 98% der Befragten schreiben dem Bürostuhl also nach wie vor die zentrale Rolle zur Zufriedenheit am Arbeitsplatz zu. Doch nur bei 82% ist ein bequemer und ergonomischer Bürostuhl auch tatsächlich gegeben.

© Industrieverband Büro und Arbeitswelt e. V. (IBA)

Von allen Befragten haben 63% die Möglichkeit, ihren Büroarbeitsplatz individuell zu gestalten und zu dekorieren. Allerdings dürfen nur rund 36% bei der Auswahl des Bürostuhles aktiv mitwirken.

Auffällig ist, dass sich die Befragten in ihren Einschätzungen über alle Altersgruppen hinweg weitgehend einig sind. Unterschiede zeigen sich dagegen in Abhängigkeit von der Größe der Büroeinheit, in der die Schreibtische der Befragten stehen. Je mehr Arbeitsplätze ein Büro hat, desto eher stellt sich Unzufriedenheit unter den Nutzern ein. Am schlechtesten schneiden die Büros kleinerer Unternehmen mit maximal 50 Mitarbeitern ab. Dort ist jeder vierte Arbeitnehmer mit der Ausstattung seines Arbeitsplatzes unzufrieden.

Wir wissen aus jahrelanger Erfahrung, wie wichtig ein ergonomischer und damit rückenfreundlicher Bürostuhl ist. Schließlich verbringen wir täglich gut und gerne acht Stunden darauf. Material und Verarbeitung sind dabei ebenso wichtig wie individuelle Einstellmöglichkeiten von Sitz und Rückenlehne. Denn nur wenn sich der Stuhl an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen lässt, ist eine entspannte und produktive Sitzhaltung gegeben.
Zuletzt wurden die Beteiligten befragt, ob sich ein gut gestalteter Arbeitsplatz positiv auf deren Produktivität auswirke. Hier waren vier von fünf Teilnehmern überzeugt, dass ein Zusammenhang zwischen Arbeitsplatzgestaltung und Produktivität besteht.
Großen Wert legen die Arbeitnehmer in Deutschland auch auf eine gute technische Ausstattung ihrer Arbeitsplätze.

© Industrieverband Büro und Arbeitswelt e. V. (IBA)

Arbeitsplatzgestaltung und Produktivität

Abschließend sollten die Beschäftigten noch einschätzen, ob sie in einem Arbeitsumfeld, in dem sie sich wohlfühlen, auch produktiver sind. 78 % der Befragten waren sich da ganz sicher, 21 % gingen davon aus, dass zumindest ein kleiner Effekt gegeben sei, 1 % glaubte nicht an einen solchen Zusammenhang. Die stärksten Zustimmungswerte erhielt diese Frage bei denjenigen, die mit ihren derzeitigen Arbeitsplätzen nicht zufrieden sind. Unter ihnen liegt der Anteil derjenigen, die von dem Zusammenhang zwischen Wohlbefinden am Arbeitsplatz und eigener Arbeitsleistung überzeugt sind, bei 82 %. und sie so zu Botschaftern des eigenen Unternehmens zu machen.

Ein interessantes Detail zeigt sich im Vergleich zwischen Beschäftigten, die in einem Einzelbüro sitzen, und solchen in größeren Büroeinheiten. Wer gewohnt ist, alleine in einem Büro zu arbeiten, vermisst den Sichtkontakt zu den Kollegen offensichtlich kaum. Diejenigen, die ihr Büro mit Kollegen teilen, würden den direkten Kontakt dagegen nur ungern missen

Fazit

Großes Manko vieler Betriebe sind die Kommunikations- und Pausenbereiche. Entweder sind diese nicht in ausreichender Zahl vorhanden oder aber wenig attraktiv gestaltet.

Immerhin 36 % aller Arbeitnehmer in Deutschland haben in den letzten fünf Jahren eine grundsätzliche Veränderung ihrer Arbeitsplätze erlebt – in der Regel mit positivem Ergebnis. Die dafür getätigten Investitionen dürften den Unternehmen in doppelter Weise zugutekommen: ganz direkt in Form einer erhöhten Produktivität und indirekt durch die Chance, Mitarbeiter, die sich an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen, stärker an sich zu binden und sie so zu Botschaftern des eigenen Unternehmens zu machen

Mehr Mut sei den Unternehmen bei der Einbeziehung ihrer Mitarbeiter in die Gestaltung der Arbeitsplätze empfohlen. Die Beteiligung der Beschäftigten an der Planung und Einrichtung ihrer Arbeitsumgebungen ist bislang eher die Ausnahme. Dabei könnte bei Steigerung des Wohlbefindens am Arbeitsplatz zusätzliche Potenziale freigesetzt werden. Angst vor exotischen Forderungen müssten die Arbeitgeber kaum haben. Die Mehrzahl der Befragten würde darauf achten, dass ihre Arbeitsplätze auch in Zukunft funktional und sachlich gestaltet sind.

Der Erhebungszeitraum erstreckte sich dabei vom 6. bis zum 13. Juli 2017. Die gesamte Studie finden Sie hier zum Download.